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Licht am Ende des Tunnels

+++Faustball Verbandsliga, VSG 70 Bad Frankenhausen schafft nach Seuchenjahr doch noch den Klassenerhalt+++

 

Nachdem die VSG zum Auftakt in eigener Halle von einem Erfurter Schiedsgericht um vier Punkte betrogen wurde, lief es am zweiten Spieltag nur wenig besser. Mit vier Ausfällen gewannen die Kurstädter aber zumindest noch ein Spiel. Auch am dritten Spieltag war die Truppe weiter verunsichert und kassierte eine Niederlage gegen wahrlich nicht starke Stadtilmer. Die Nerven flatterten.

So musste der letzte Spieltag in Greiz-Kurtschau über Abstieg, Relegation oder Klassenerhalt in der Verbandsliga entscheiden. Kurtschau II war der direkte Konkurrent und Bachfeld II eigentlich schon für die Endrunde zur Thüringer Landesmeisterschaft qualifiziert.

Im ersten Spiel besiegten die Bachfelder klar Kurtschau mit 2:0 (11:5, 11:8). Ihr Match gegen Bachfeld sah die VSG als Gelegenheit zum „Aufwärmen". Beim 2:0 Sieg des Favoriten (11:5, 11:8) waren die Kurstädter nicht schlechter als zuvor Kurtschau. In den entscheidenden Situationen lief es einfach besser für die Bachfelder.

Danach wurde es ernst, die VSG 70 gegen Kurtschau. Die Frankenhäuser versuchten sofort Druck zu machen und das gelang auch. Mit hohen lang geschlagenen Bällen hatten sie Erfolg. Aber auch einige kurz „abgetropfte" Bälle zeigten ihre Wirkung. Das variable Spiel im ersten Satz zog den Kurtschauern den Nerv, 11:5 für die VSG. Der zweite Satz wurde verbissener und umkämpfter (2:2, 4:2, 5:5), aber die Frankenhäuser ließen sich nicht von ihrer Linie abbringen. Über 8:6 und 9:7 gewannen sie den zweiten Satz 11:8 und zogen somit nach Punkten mit Ligakonkurrent Schleusingen gleich. Zumindest die Relegation war erreicht.

Anschließend traf Kurtschau erneut auf Bachfeld. Die Bachfelder nahmen diesmal das Spiel zu locker. Kurtschau kämpfte um seine letzte Chance, holte sich den ersten Satz mit 11:6 Bällen. Es roch nach einer Überraschung. Mit viel Mühe konterte nun Bachfeld und gewann Satz 2 und 3 zum 2:1 Erfolg (11:8, 11:8).

Gegen die Frankenhäuser waren die Bachfelder im zweiten Aufeinandertreffen wieder hellwach und ihr Dresdener Überschläger lief zur Hochform auf. Obwohl die VSG im ersten Satz 4:1 und im zweiten 6:2 führte, reichte es für Bachfeld wieder zu einem 2:0 (11:5, 11:8). Waren da die Gedanken schon beim letzten Spiel?

Ein Anruf bei den Sömmerdaer Sportfreunden, die zeitgleich ihren Spieltag u.a. gegen Schleusingen in Stadtilm absolvierten verriet, das Schleusingen kein Spiel gewonnen hatte. Das bedeutete bei einem Sieg über Kurtschau im letzten Spiel der Saison, wäre der sichere Klassenerhalt für die VSG 70 geschafft.

Das weckte Entschlossenheit bei den Männern. Diesmal nicht nur mit hart geschlagenen, sondern auch mit diagonal hinter die Angreifer gespielten Bällen erzielte die VSG Wirkung. Das auch die Abwehrspieler sich gut auf die gegnerischen Überschläger eingestellt hatten, erleichterte den eigenen Spielaufbau. Über 2:2, 6:4 und 9:5 zogen die Frankenhäuser zum 11:7 Satzgewinn weg. Damit hatten sie den Widerstand der Kurtschauer bereits gebrochen. Im zweiten Satz ging es druckvoll weiter zum Erfolg. 5:0, 8:1 und am Ende 11:3. Der Klassenerhalt war somit gesichert und die Erkenntnis gewonnen, dass manche Zittereinlagen wie in dieser Saison nicht hätten sein müssen.

 

VSG 70 Bad Frankenhausen: H.-J. Zacher, T. Zacher, R. Zufall, C. Finke, M. Gremmer, N. Baldermann

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